interview


Der Satz „Morgen wirst Du sein, was Du heute denkst.“ bringt es tatsächlich auf den Punkt. Meine Karriere ist eine Abfolge von persönlichen Wünschen, die in Erfüllung gegangen sind. Und natürlich gehört nicht nur der Glaube daran, sondern auch eine gehörige Portion Glück dazu. Abgesehen davon, ein hartes Stück Arbeit. Als Schüler wollte ich zum Radio, als ich dort war, wollte ich meine Stimme im Fernsehen hören, später war die tagesschau ein Traum und völlig unerwartet platzte nach langer, langer Pause der Radsport in mein Leben. Mal schauen, wie es weiter geht…

Dass meine Familie und ich gesund bleiben, und dass es beruflich auf unterschiedlichen Spielfeldern weiter gut läuft. Vor der Kamera zu arbeiten macht mir noch immer Spaß, auch Veranstaltungen moderiere ich gerne. Die wechselnden Inhalte geben dem Beruf die entsprechende Würze. Und unserer jungen Sportmarketing-Agentur TeamVision drücke ich die Daumen für ganz viel Erfolg in den kommenden Jahren. Und ganz ehrlich: es sind so viele Wünsche in meinem Leben in Erfüllung gegangen, ich bin sehr dankbar.

Ja, das war er. Die Erlebnisse in den Jahren bei der tagesschau bleiben einmalig und außergewöhnlich. Aber es kam der Punkt, an dem ich mich verändern wollte. Das war eine Entscheidung, die man vielleicht nur einmal im Leben trifft. Aber ich habe sie nicht bereut, im Gegenteil. Ich habe neue Menschen kennengelernt, Erfahrungen gemacht. Der Schritt, diese Entwicklung hat mich bereichert. Und ich denke gerne an die Jahre als Teil Deutschlands erfolgreichster Nachrichtensendung zurück. Zugeben muss ich aber, dass viele meinen Schritt bis heute nicht verstanden haben.

Wenn ich das genau sagen könnte, wäre ich wohl ein reicher Mann. Fakt ist, schon in einigen Jahren wird – meiner Meinung nach – nichts mehr so sein, wie es einmal war. Die Digitalisierung schreitet voran, das Internet wird wohl ein weiteres Mal zu einem Siegeszug antreten. Das klassische Fernsehen wird darauf reagieren müssen. Genauso wie ich selbst Antworten für mich und meine Arbeit parat halten muss. Flexibilität und Mut, neue Dinge anzugehen, werden sicherlich belohnt. Und ich glaube, dass sich Erfahrungen und erlerntes Handwerk – dazu zähle ich eine journalistische Ausbildung – immer bezahlt machen werden.

Ganz wichtig, ich lege großen Wert darauf. Freunde und Familie sind – bedingt durch die Veränderungen in den vergangenen Jahren – leider ein wenig zur kurz gekommen. Das ist schade. Und dennoch schaffen wir es meistens, unser Familienleben so zu führen, dass es uns allen Spaß macht. Übrigens, Berlin hat es mir angetan. Es bleibt eine Freude, die ehemals geteilte Stadt zu entdecken, jede Woche entsteht hier so viel Neues, das ist faszinierend. Und klar, die Kinder stehen im Mittelpunkt der Wahrnehmung. Das Privatleben orientiert sich daran, auch wenn der Nachwuchs das manchmal anders sieht: für Kinder ist genug eben nie genug, und das ist auch gut so.