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Zumindest hatte ich es damals mit Fußball versucht. Anfang der achtziger Jahre in der E- Jugend meines Heimatvereins in der Region Hannover. Und schnell war klar, es würde nichts: kein Talent am Ball, so die Aussage des Trainers und meiner Mitspieler. Was ich damals nicht ahnen konnte: Fußball sollte zu mir zurückkommen. Viel später und in anderer Form. Gut zehn Jahre später wurde ich zur Stimme der zu diesem Zeitpunkt erfolgreichsten Fußballshow im deutschen Fernsehen.

Szenenwechsel.  Herbst 2012. Mein erstes Rennen bei den Amateuren. Mit 39 Jahren. 75 Runden je einen Kilometer. Temposchnitt 44,1 km/h. Es fühlt sich wie ein Sieg an. Ich liebe Radsport, solange ich denken kann. Ich träumte davon, Radprofi zu werden. Meine Mutter, die mir aus Angst vor schweren Stürzen verboten hatte, Rennen zu fahren, sie fuhr mit mir 1987 nach West- Berlin, damit ich den Start der Tour de France live erleben konnte.

Radsport hat mich nie losgelassen. Vor einigen Jahren wurde die Leidenschaft so groß, dass ich beschlossen habe, mich in diesem Sport zu engagieren. Mit den Erfahrungen, die ich auf meinen Weg in Medien, Kommunikation und Marketing sammeln konnte. 2014 entstand daraus das Unternehmen TEAMVISION, das ich gemeinsam mit Partnern gegründet habe.

Inzwischen hat sich TEAMVISION über den Radsport hinaus entwickelt. Wir betreuen Spitzensportler aus unterschiedlichen Disziplinen. Und wir vermarkten Sport. Die Schulbank habe ich dafür auch noch einmal gedrückt und 2018 einen Zertifikatslehrgang für Sportmanagement an der Hochschule St. Gallen absolviert. Sport wird auch in Zukunft ein wichtiger und emotionaler Teil meines Lebens bleiben, beruflich wie privat.

Mehr als dankbar bin ich meiner Mutter, die als Sportlehrerin und Trainerin über Jahrzehnte einen Riesenjob gemacht hat. Mit ihrer Leidenschaft für Sport hat sie mich offensichtlich mehr als inspiriert. Auch wenn es damals auf dem Fußballplatz so gar nicht geklappt hat.